Für die dynamische Prüfung des Schwingungsverhaltens verschiedener Fahrzeugkomponenten, bietet eine Hydropulsanlage die Möglichkeit der Simulation von Fahrzeuganregungen durch verschiedenartige Fahrbahn-beschaffenheiten und Fahrgeschwindigkeiten (Straßensimulation), wobei stabile reproduzierbare Bedingungen gewährleistet sind.
Eine Hydropulsanlage, besteht aus einem Rahmen, in dem ein Prüfling zwischen der Kolbenstange eines Hydraulikzylinders und einer Kraftmesseinrichtung montiert wird. Eine Versorgungseinheit mit Tank, Hochdruckpumpe, Kühler und Ventilen fördert Hydrauliköl mit einem Druck von mehreren 100 bar zum Prüfzylinder im Gestell. Dort befinden sich zwei mehrstufige Servoventile, mit denen der Ölstrom auf die beiden Seiten des Kolbens in diesem Zylinder gesteuert wird.
Die Steuerungselektronik muss nun ein Signal erzeugen, das die Servoventile so ansteuert, dass das untersuchte Bauteil wie gewünscht belastet wird. Dazu erzeugt man mit Hilfe eines elektronischen Schwingungsgenerators die gewünschte Schwingungsform mit der vorgesehenen Frequenz.